Ertragslage

DEUTZ AG: Übersicht zur Ertragslage    
  2014 2013
in Mio. €    
Umsatzerlöse 1.437,8 1.366,6
Umsatzkosten –1.280,6 –1.229,2
Forschungs- und Entwicklungskosten –54,0 –53,9
Vertriebs- und Verwaltungskosten –68,8 –68,6
Sonstige betriebliche Erträge 31,1 22,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –15,9 –9,2
Beteiligungsergebnis –7,3 21,9
Abschreibungen auf Finanzanlagen –0,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 41,6 49,7
Zinsergebnis –11,6 –12,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 30,0 37,7
Außerordentliches Ergebnis –19,4 –2,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15,0 4,4
Sonstige Steuern –1,2 –0,6
Jahresergebnis 24,4 39,2

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der DEUTZ AG sind im Geschäftsjahr 2014 um 5,2 % auf 1.437,8 Mio. € gestiegen (2013: 1.366,6 Mio. €). Insbesondere die höhere Nachfrage in unserem größten Anwendungsbereich Mobile Arbeitsmaschinen war hierfür die treibende Kraft. Hier konnten wir im Berichtsjahr unseren Umsatz um 46,7 % auf 677,8 Mio. € deutlich ausweiten (2013: 462,0 Mio. €). Dem Servicegeschäft und dem Anwendungsbereich Stationäre Anlagen gelangen leichte Zuwächse um 3,1 % bzw. 3,4 %. Die Landtechnik gab hingegen um 19,0 % nach. Um mehr als die Hälfte ist der Umsatz im Anwendungsbereich Automotive gesunken, da DEUTZ wie bereits erwähnt die Emissionsstufe Euro 6 nicht eingeführt hat. Unser Automotive-Geschäft verlagert sich stark in Richtung Asien, insbesondere zu unserem Joint Venture DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd.

Regional betrachtet ist der Umsatz in der Region Amerika signifikant um 42,7 % auf 209,7 Mio. € gestiegen. In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) verblieb der Umsatz mit 1.135,9 Mio. € auf Vorjahresniveau, in der Region Asien/Pazifik gab er um 2,0 % auf 92,2 Mio. € nach.

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2014 hat die DEUTZ AG ein operatives Ergebnis (EBIT) von 41,6 Mio. € erwirtschaftet (2013: 49,7 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang 8,1 Mio. €; er ist vor allem auf das deutlich schlechtere Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Aufgrund einer ungünstigen Nachfrageentwicklung auf dem chinesischen Markt und der damit einhergehenden Strategieanpassung wurden die Wertansätze für die Anteile an der DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. und DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. auf Ebene unserer Holdinggesellschaften DEUTZ Asien Verwaltungs GmbH bzw. DEUTZ Engine (China) GmbH reduziert. Zudem sind auch die Gewinnausschüttungen unserer Tochtergesellschaften DEUTZ Corporation und DEUTZ Spain S.A. geringer ausgefallen als im Vorjahr. Die außerplanmäßige Zuführung zu den Rückstellungen für Gewährleistungskosten hat das operative Ergebnis zusätzlich belastet.

Vor Abschreibungen belief sich das operative Ergebnis der DEUTZ AG auf 90,0 Mio. €, nach 96,9 Mio. € im Vorjahr.

Umsatzkosten

Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Umsatzkosten der DEUTZ AG auf 1.280,6 Mio. € (2013: 1.229,2 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 51,4 Mio. € resultiert insbesondere aus volumenbedingt gestiegenen Aufwendungen für Material, Personal und Leiharbeitskräfte. Auch eine außerplanmäßige Zuführung zu den Rückstellungen für Gewährleistungskosten hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Das Verhältnis der Umsatzkosten zu den Umsatzerlösen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 89,9 % auf 89,1 % verbessert.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten blieben gegenüber dem Vorjahr mit einem Anstieg von 0,1 Mio. € auf 54,0 Mio. € nahezu unverändert (2013: 53,9 Mio. €). Die Forschungs- und Entwicklungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Materialaufwendungen. Vereinnahmte Investitionszuschüsse werden mindernd berücksichtigt. Im Gegensatz zu den nach IFRS bilanzierten Entwicklungskosten im DEUTZ-Konzern werden die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) bilanzierten Entwicklungskosten aufgrund des Beginns der Projekte vor der erstmaligen Anwendung des BilMoG in der DEUTZ AG nicht aktiviert.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrugen im Berichtsjahr 68,8 Mio. €; gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 ist dies ein Anstieg in Höhe von 0,2 Mio. € (2013: 68,6 Mio. €). Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sind die Vertriebs- und Verwaltungskosten dagegen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens von 5,0 % im Vorjahr auf 4,8 % im Berichtsjahr leicht gesunken.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 9,0 Mio. € auf 31,1 Mio. € deutlich erhöht (2013: 22,1 Mio. €). Maßgeblich dafür waren insbesondere positive Effekte aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen. Den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Fremdwährungsgewinnen steht jedoch ein Anstieg von Fremdwährungsverlusten im selben Zeitraum gegenüber. Fremdwährungsverluste werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zudem haben wir den Wert der Beteiligung an unserem Tochterunternehmen DEUTZ Australia (Pty), Ltd. aufgrund verbesserter Ertragsaussichten nach oben korrigiert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Mio. € auf 15,9 Mio. € gestiegen (2013: 9,2 Mio. €). Die Entwicklung resultiert hauptsächlich aus der Anpassung der Rückstellungen für Pensionen aufgrund veränderter Bewertungsparameter. Darüber hinaus resultiert der Anstieg aus der Wertberichtigung von sonstigen Forderungen gegen unser Joint Venture DEUTZ AGCO MOTORES S.A. bedingt durch schlechtere Ertragsaussichten des Unternehmens. Schließlich haben auch höhere Belastungen aus Fremdwährungsgeschäften zu der Veränderung beigetragen.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29,2 Mio. € auf –7,3 Mio. € deutlich zurückgegangen (2013: 21,9 Mio. €). Entscheidend für diese Entwicklung war insbesondere die Übernahme der negativen Ergebnisse der Holdinggesellschaften DEUTZ Asien Verwaltungs GmbH und DEUTZ Engine (China) GmbH. Bedingt durch eine revidierte Einschätzung des chinesischen Marktes haben wir unsere strategische Ausrichtung im Hinblick auf die chinesischen Beteiligungen DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. bzw. DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. überprüft. Damit einhergehend wurden die Wertansätze für diese beiden Gesellschaften auf Ebene der Holdinggesellschaften reduziert. Bei der DEUTZ Engine (China) GmbH hatten auch negative Effekte aus der Währungsumrechnung großen Anteil an dem Verlust. Darüber hinaus sind auch die Gewinnausschüttungen unserer Tochtergesellschaften DEUTZ Corporation und DEUTZ Spain S.A. geringer ausgefallen als im Vorjahr.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Berichtsjahr haben wir unseren Beteiligungsansatz für die argentinische DEUTZ AGCO MOTORES S.A. bedingt durch eine ungünstige Marktentwicklung in Südamerika korrigiert.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis lag im Geschäftsjahr 2014 bei –11,6 Mio. € (2013: –12,0 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine leichte Verbesserung in Höhe von 0,4 Mio. €.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis betrug im Berichtsjahr –19,4 Mio. € und war insbesondere durch Aufwendungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Optimierung unserer Standorte gekennzeichnet. Zudem erfolgte wie im Vorjahr eine Zuführung des aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG entstandenen Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen. Der Unterschiedsbetrag resultiert aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010.

Ertragsteueraufwendungen

Die Erträge aus Ertragsteuern in Höhe von 15,0 Mio. € resultieren aus höheren Rückstellungsansätzen nach HGB im Vergleich zur Steuerbilanz sowie unter anderem aus gestiegenen aktiven Steuerlatenzen aus Feststellungen der für die Jahre 2009 bis 2011 durchgeführten Betriebsprüfung. Die Feststellungen führten zu angepassten Steuerbilanzansätzen zum 31. Dezember 2014. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf künftige Steueransprüche aus Verlustvorträgen angesetzt.

Jahresergebnis

Infolge des negativen außerordentlichen Ergebnisses hat sich der Jahresüberschuss des Berichtsjahres gegenüber dem Vergleichszeitraum um 14,8 Mio. € auf 24,4 Mio. € vermindert (2013: 39,2 Mio. €).

Auf der Hauptversammlung wird der Vorstand in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn 8,5 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 0,07 € je Aktie zu verwenden.