Beschaffung

Im Jahr 2014 fokussierte sich der Einkauf darauf, die Wettbewerbsfähigkeit von DEUTZ durch Materialkostenreduzierungen weiter zu verbessern. Daneben galt es, die verschärften Anforderungen an die Versorgungssicherheit und Lieferperformance umzusetzen. Die weltweit etablierte Lieferantenbasis wurde durchleuchtet, um etwaige Schwachstellen bei der Lieferversorgung, der Qualität sowie der strategischen Positionierung zu identifizieren.

Rohstoffmärkte sind im Trend uneinheitlich

Der Preis für Gussschrott – dies ist der für uns bedeutsamste Rohstoff – ist im Berichtsjahr leicht gesunken. Dagegen stieg der Kurs für Aluminium und Nickel deutlich an, Kupfer tendierte seitwärts. Die Notierung von Platin verbilligte sich leicht, während Palladium im Jahresvergleich spürbar zulegte. Damit lagen die Jahresdurchschnittswerte bis auf Aluminium in den von uns prognostizierten Bandbreiten. Der gestiegene Aluminiumwert hatte allerdings keine bedeutsame Auswirkung auf die Materialkosten unseres Unternehmens.

Bei den Erzeugniskategorien machen die Gießerei-Erzeugnisse, die Einspritzeinrichtungen sowie die Mess- und Regelanlagen den Großteil des Materialeinkaufsvolumens aus.

Beschaffung aus China ausgeweitet

Der Zukaufanteil aus den Emerging Markets wurde weiter vergrößert. Dies galt im Speziellen für China, wo DEUTZ bereits seit vielen Jahren Einzelbauteile und Komponenten bezieht. Es wurden erneut Sourcing Projekte erfolgreich umgesetzt und neue Potenziale identifiziert.

Versorgungssicherheit gewährleistet

Im Berichtsjahr war die Versorgungssicherheit im Bereich des Motorensegments < 4 Liter eine Herausforderung, da die Bedarfe im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen sind. Durch die intensivierte Zusammenarbeit zwischen strategischem Einkauf und Logistik konnten Versorgungsengpässe bzw. Lieferverzögerungen jedoch frühzeitig auf ein Minimum reduziert werden.

Lieferantenmanagement und Materialgruppenstrategien

Im Rahmen unseres Lieferantenmanagements haben wir im Geschäftsjahr 2014 die strukturierte Betreuung von problematischen Lieferanten intensiviert. Das Ziel ist es, negative Einflüsse aus Insolvenzen zu reduzieren und die Lieferperformance nachhaltig zu verbessern. Dabei konnte zum Ende des Geschäftsjahres erstmals ein Wert von 94 % in der Lieferperformance dieser problematischen Lieferanten erreicht werden. Für die Zukunft soll dieser Wert stabilisiert und weiter verbessert werden, um langfristig die Zusatzkosten durch eine kurzfristige Unterversorgung oder Verzögerung zu minimieren bzw. zu vermeiden. Dies ist essenziell, um die Kundenzufriedenheit weiter steigern zu können.

Lieferantenqualität nachhaltig optimiert

Unsere PPM-Rate (parts per million als Kennzahl für defekte Teile) ist auf einem historischen Tief. Sie liegt zum dritten Mal in Folge besser als die strategischen und für 2014 nochmals verschärften Zielvorgaben. Dies resultiert aus der konsequenten und nachhaltigen Bearbeitung der Zulieferer mit der schlechtesten Lieferantenqualität.

Mein Bericht
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