Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft wächst auf Vorjahresniveau

Nach einem erfreulichen Jahresanfang hat sich die Stimmung hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft im Herbst 2014 wieder eingetrübt. Dabei sind insbesondere die geopolitischen Krisen, vor allem der Russland-Ukraine-Konflikt und die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, wieder stärker in den Fokus gerückt. Für das Gesamtjahr 2014 weist der Internationale Währungsfonds (IWF)1) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 % aus, das damit auf Vorjahresniveau liegt.

Die Wirtschaft ist im Euro-Raum in 2014 lediglich um etwa 0,8 % gewachsen. Immerhin hat der Euro-Raum damit die Rezession des Vorjahres überwunden. Die europäischen Länder entwickelten sich unverändert sehr unterschiedlich. Deutschland war mit einem Plus von 1,5 % weiterhin der Wachstumstreiber im Euro-Raum, auch wenn die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte nachgelassen hat. Spanien hat bei der Überwindung der Krise gute Fortschritte gemacht und konnte mit einem Plus von 1,4 % wieder zulegen. Italien verharrte hingegen in der Rezession und auch Frankreich konnte nur geringfügig wachsen und sich gegenüber dem Vorjahr kaum verbessern. Hervorzuheben ist die Wachstumsbelebung im Vereinigten Königreich mit 2,6 %.

Die US-amerikanische Wirtschaft war im vergangenen Jahr eine der wesentlichen Wachstumslokomotiven für die Weltwirtschaft. Sie ist um 2,4 % gewachsen (2013: 2,2 %) und damit höher als zuletzt erwartet. Damit bestätigen sich die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft. Auch im kommenden Jahr ist mit starken Wachstumsimpulsen aus den USA zu rechnen.

Mit einem Plus von 7,4 % hat sich das Wachstum in China gegenüber dem Vorjahreswert von 7,8 % weiter verlangsamt. Das Marktumfeld im für DEUTZ relevanten Lastkraftwagen- und Baumaschinenbereich war weiterhin schwierig. Die russische Wirtschaft hat sich angesichts der Krise und der Sanktionen massiv eingetrübt, auch wenn die IWF-Schätzung noch ein leichtes Wachstum ausweist. Auch in Südamerika lief der Wirtschaftsmotor nicht rund.

DEUTZ-Abnehmerbranchen entwickeln sich regional und branchenbezogen uneinheitlich

Die Hauptabnehmerbranchen von DEUTZ entwickelten sich auch 2014 uneinheitlich. Die Nachfrage nach Baumaschinen stieg nach vorläufigen Zahlen in Europa um 7 % und in Nordamerika um 8 %2). In China ging sie hingegen um 8 % zurück3). Die Landtechnikbranche in Europa gab im Berichtsjahr nach eigenen Schätzungen um 8 % nach. Der Markt für mittelschwere- und schwere Lastkraftwagen ging in Europa um 8 %4) und in China um 9 % zurück5).

 

1) Quelle: IWF World Economic Outlook, Januar 2015.

2) Off-Highway Research, Oktober 2014.

3) China Construction Machinery Association, Januar 2015 und eigene Schätzungen.

4) ACEA – European Automobile Manufacturers’ Association, Januar 2015.

5) China Automotive Information Net, Januar 2015.