Gesellschaftliches Engagement

Das gesellschaftliche Engagement hat bei DEUTZ eine lange Tradition. Als global agierendes Unternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Citizenship) bewusst. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Entscheidungen und unser Handeln, für unsere Produkte und Dienstleistungen, gegenüber Kunden und Kapitalgebern sowie gegenüber unserer Umwelt und der Gesellschaft, in der wir leben. Wir engagieren uns diesbezüglich seit vielen Jahren vor allem in unserer Heimatregion rund um Köln, aber auch darüber hinaus in Projekten bundes- sowie weltweit.

Motorenmuseum weiterhin gut besucht

Die Zahl der Besucher unseres DEUTZ-Motorenmuseums ist weiter gestiegen. Immer mehr Menschen aus der Stadt Köln und Umgebung, aber auch aus den übrigen Teilen Deutschlands und der Welt interessieren sich für die Keimzelle der Weltmotorisierung, ihre Geschichte und ihre Originalmaschinen aus den Anfängen der Motorentechnologie. Diese liegen mehr als 150 Jahre zurück und begannen mit der Gründung der N.A. Otto & Cie., der Vorgängerin der heutigen DEUTZ AG.

Die als Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland unter Schutz gestellte Motorensammlung im Technikum in Köln-Porz konnte im letzten Jahr um ein bedeutendes Unikat aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders ergänzt werden: Der sogenannte »Gläserne Motor«, der dem Typ F12L614 entspricht, ein 12-Zylinder-Antriebsaggregat mit 184 kW (250 PS), wurde als Ausstellungsmotor zum ersten Mal 1955 auf der IAA in Frankfurt gezeigt. Seinerzeit wurde der »Gläserne Motor« von unseren Lehrlingen in Ulm gebaut. Dieser luftgekühlte Motor war das Herzstück des damals stärksten deutschen LKW, des Magirus-Deutz Uranus.

Jugendliche und Arbeitslose an den Beruf heranführen

Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt DEUTZ gerne und in verschiedenen Projekten: Seit 23 Jahren führen wir in Zusammenarbeit mit IN VIA, einem Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, und der Bundesagentur für Arbeit eine berufsvorbereitende Maßnahme für Jugendliche mit schulischen und sozialen Schwächen durch. Auch 2014 nahmen wieder 36 junge Menschen im DEUTZ-Ausbildungszentrum an einem zehnmonatigen Grundkurs »Metall« zur umfassenden Qualifizierung für den Berufseinstieg teil. In Zusammenarbeit mit der spanischen Regierung haben wir in unserem spanischen Werk in Zafra ein Qualifizierungsprogramm zum Maschinenarbeiter für Menschen ohne Berufsausbildung gestartet. Es schließt mit einem offiziellen Zertifikat ab und verbessert damit die Berufsaussichten der Teilnehmer.

Behinderte und benachteiligte Menschen integrieren

Seit über 25 Jahren arbeitet die DEUTZ AG mit der Nostra GmbH, einem der größten und ältesten Integrationsunternehmen Deutschlands, zusammen. In diesem Projekt finden 40 schwerbehinderte oder sozial benachteiligte Menschen am ersten Arbeitsmarkt Beschäftigung. Alle Mitarbeiter sind in integrativen Arbeitsgruppen untergebracht. Behinderte und nicht behinderte Menschen arbeiten und leben hier gemeinsam die »Inklusion«. Diese Ergänzung der Fähigkeiten von behinderten, sozial benachteiligten und nicht behinderten Menschen zeigt sich besonders eindrucksvoll am Projekt auf dem Gelände der DEUTZ AG. Integration wird täglich in dem Miteinander mit den Angestellten der DEUTZ AG spürbar. Mit der GWK (Gemeinnützige Werkstätten Köln GmbH) arbeiten wir sogar schon seit über 40 Jahren zusammen. 2014 war die GWK mit mehr als 100 Personen für DEUTZ tätig. Die Dienstleistungen beider Betriebe in den Bereichen Wareneingang, Verpackung und Komponentenfertigung sind eng in die Prozesse der DEUTZ AG eingebunden. Dabei profitieren wir von der hohen Genauigkeit, mit der hier gearbeitet wird. Diese wird auch durch Qualifizierungsmaßnahmen und Investitionen in die Maschinen und Vorrichtungen von Seiten der Betriebe sichergestellt.

DEUTZ-Chor ein Glanzpunkt beim Festakt »150 Jahre DEUTZ AG«

Der Auftritt anlässlich der Jubiläumsfeier am 9. Mai 2014 in der Koelnmesse war zugleich der wichtigste und nachhaltigste in der fast 70-jährigen Geschichte des DEUTZ-Chores. Vor einem international besetzten Festpublikum, unterstützt von der dänischen Sopranistin Lisa Tjalve und unter der künstlerischen Leitung von Heinz Walter Florin, sang sich der Chor mit einem mehrsprachigen Programm in die Herzen der Zuhörer. Ein weiterer Höhepunkt waren im vergangenen Jahr die Sommerkonzerte in der Kölner Philharmonie.

Darüber hinaus engagiert sich DEUTZ seit langem im Rahmen eines Diversity Managements: Wir schätzen die individuelle Verschiedenheit unserer weltweiten Mitarbeiter – sei es durch Geschlecht, Ethnie, Alter, Religion oder Behinderung – und versuchen, diese für den Unternehmenserfolg zu nutzen. So haben wir beispielsweise die klare Zielsetzung, Führungspositionen innerhalb des DEUTZ-Konzerns verstärkt mit Frauen zu besetzen. Unsere Aktivitäten etwa im Bereich der Förderung von jungen Menschen sowie Frauen im Berufsleben (Cross Mentoring) stellen wir im Kapitel »Mitarbeiter«  dieses Geschäftsberichts vor.

Auch die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte von DEUTZ sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Seit langem engagieren sie sich persönlich in diversen Fördervereinen, Wirtschaftsverbänden, Gremien sowie sonstigen Foren und Kuratorien.