Umweltmanagmentsystem

Die Zertifizierungsgesellschaft DNV hat im März 2014 bestätigt, dass das Umweltmanagementsystem der DEUTZ AG konform mit der international geltenden Norm DIN EN ISO 14001 ist. Dem Urteil war eine mehrtägige Begutachtung eines Auditorenteams vorausgegangen, das von der DNV zusammengestellt worden war, um die Managementsysteme Qualität, Umwelt und Energie zu bewerten.

Im Berichtsjahr 2014 wurden von allen Fachbereichen Maßnahmen eingeleitet, um die genannten Managementsysteme in ein »Integriertes DEUTZ-Managementsystem« zu überführen. Damit können Synergien gehoben werden, die sich aus dem ähnlichen Aufbau der Managementsysteme ergeben.

DEUTZ-Konzern: Emissionen je Motor in europäischen Werken    
  2014 2013
     
CO2-Emission (in kg) 360 416
Stickoxide (in kg) 0,140 0,142
Staub (in g) 2,7 2,9
Benzol (in mg) 48,6 49,7

Luftreinhaltung weiter verbessert

Im Geschäftsjahr 2014 konnten die wesentlichen Emissionsarten unserer Produktion, wie Stickoxide, Kohlendioxid und Benzol, deutlich reduziert werden. Dies ist auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der DEUTZ-Abgasnachbehandlungssysteme zurückzuführen.1)

Neben der produktbezogenen Emissionsminderung spielt allerdings auch die Reduzierung der Prüfzeiten von Dieselmotoren im Testfeld eine maßgebliche Rolle. So haben die Straffung von Testprogrammen, die konsequente Standardisierung der Prüfstandtechnik und die Veränderung des Prozessablaufs bei der Vorbereitung von Motortests dazu geführt, dass die Prüfdauer von Dieselmotoren < 4 Liter Hubraum um etwa 4 Minuten und von Dieselmotoren > 4 Liter Hubraum um etwa 1,5 Minuten gegenüber dem Berichtsjahr 2013 gesenkt werden konnte. Die stetige Reduzierung der Prüfzeiten ist für DEUTZ besonders wichtig, weil die genehmigungsbedürftigen Prüffelder in Köln wegen ihres Potenzials unternehmensweit den größten Anteil an den Emissionen haben. Außerdem ist dies aus ökonomischer und ökologischer Sicht besonders effektiv, weil nicht nur Emissionen verringert, sondern auch Ressourcen eingespart werden.

So betrug der Kraftstoffverbrauch für das Prüfen von Kompaktmotoren im Prüffeld der Produktion Köln-Porz 563.000 Liter (2013: 689.000 Liter). Dies entspricht einer Kraftstoffeinsparung von 18 %, obwohl die Anzahl der geprüften Motoren gegenüber 2013 anstieg.

Durch die Einführung des Energiemanagements und die Optimierung der Betriebszeiten, die vor allem im vierten Quartal bauprogrammbedingt erfolgte, konnten die Kohlendioxidemissionen, die aus den Herstellungsprozessen der Erzeugnisse resultieren, gegenüber dem Vorjahr um 13,5 % verringert werden (2014: 360 kg/Motor; 2013: 416 kg/Motor). Für den deutlichen Rückgang der CO2-Emissionen gegenüber 2013 sind vor allem der geringere Verbrauch an Fernwärme, Erdgas und Elektrizität der Produktionsstätten in Deutschland und Spanien verantwortlich.

Gewässerschutz im Blickfeld

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden die Anlagenteile des Prüfzentrums, die den Bestimmungen des Gewässerschutzes unterliegen, an den Stand der Technik angepasst. Im letzten Bauabschnitt, der 2014 fertiggestellt wurde, wurden das Wasserhaushaltsgesetz betreffende Flächen erneuert und die Leitungssysteme zum Fortführen und Sammeln von Reststoffen ersetzt. Die entsprechenden Investitionen beliefen sich auf knapp 0,2 Mio. €. Parallel dazu erfolgte eine umfassende Überprüfung aller unterirdischen Rohrleitungen von Tankanlagen am Standort Köln durch die Begutachtung eines externen Sachverständigen. Dabei wurden keine Mängel festgestellt, so dass unerwünschte Betriebsstörungen mit Einfluss auf die Anlagenverfügbarkeit, die in einem Worst-Case-Szenario zur Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers führen können, aktuell nicht zu erwarten sind.

Abfallbeseitigung und Umgang mit gefährlichen Abfällen

Ein erfolgreiches Abfallmanagement beginnt mit der Vermeidung von Einwegverpackungen. Die große Anzahl der benötigten Bauteile für die Motorenproduktion und die Anzahl der Lieferanten erfordern, dass der Ersatz von Einwegverpackungen durch Mehrwegverpackungen im Kreislaufsystem ständig geprüft und realisiert wird. Voraussetzung ist, dass die hohen Qualitätsansprüche und die Transportwege dies zulassen. DEUTZ hat in die Beschaffung von Mehrwegverpackungen im Berichtsjahr 1,1 Mio. € investiert. Gefährliche und nichtgefährliche Abfälle aus Produktion und Fertigung werden ausschließlich Entsorgern überlassen, die als Entsorgungsbetrieb gemäß EfbV (Entsorgungsfachbetriebeverordnung) zertifiziert sind. Die Sicherheitsorganisation der DEUTZ AG überprüft die von uns beauftragten Abfallentsorger und -transporteure stichprobenartig. Abweichungen von den gesetzlichen Normen wurden bisher nicht festgestellt.

1) Durchschnittswerte aus dem Mix aller Produkte.