Vermögenslage

DEUTZ-Konzern: Übersicht zur Vermögenslage      
  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
in Mio. €      
Langfristiges Vermögen 625,8 627,4 –1,6
Kurzfristiges Vermögen 523,0 493,2 29,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,4 0,4
Vermögen gesamt 1.149,2 1.121,0 28,2
       
Eigenkapital 511,0 504,7 6,3
Langfristige Schulden 322,7 292,5 30,2
Kurzfristige Schulden 315,5 323,8 8,3
Eigenkapital und Schulden gesamt 1.149,2 1.121,0 28,2
       
Working Capital (in Mio. €) 196,2 172,3 23,9
Working-Capital-Quote (Stichtag, in %) 12,8 11,9 0,9
Working-Capital-Quote (Durchschnitt, in %) 13,3 12,0 1,3
Eigenkapitalquote (in %) 44,5 45,0 –0,5
 
Working Capital: Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Eigenkapital und Schulden gesamt.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte des DEUTZ-Konzerns lagen zum 31. Dezember 2014 bei 625,8 Mio. € (31. Dezember 2013: 627,4 Mio. €). Der leichte Rückgang ist hauptsächlich auf die Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte zurückzuführen. Infolge der abgeschlossenen Serieneinführung der neuen Motoren für die Emissionsstufen EU Stufe IV bzw. US Tier 4 haben wir unsere Investitionstätigkeit in diesen Bereichen wie geplant reduziert. Den Zugängen in Höhe von 37,0 Mio. € bzw. 29,6 Mio. € standen deutlich höhere Abschreibungen von 51,6 Mio. € bzw. 55,9 Mio. € gegenüber. Neben gestiegenen planmäßigen Abschreibungen waren aufgrund veränderter Markterwartungen sowie sich ungünstig entwickelnder Rahmenbedingungen auf relevanten Märkten außerplanmäßige Wertkorrekturen bei den Sachanlagen (2,1 Mio. €) und immateriellen Vermögenswerten (9,2 Mio. €) erforderlich.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vorjahresvergleich dagegen um 29,8 Mio. € auf 523,0 Mio. € erhöht (31. Dezember 2013: 493,2 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahr ist insbesondere auf den höheren Zahlungsmittelbestand zum Jahresende zurückzuführen.

Working Capital

Das Working Capital lag zum 31. Dezember 2014 bei 196,2 Mio. € (31. Dezember 2013: 172,3 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt 23,9 Mio. € und ist bei geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere durch höhere Vorräte und geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bedingt. Damit einhergehend ist auch die Working-Capital-Quote zum Stichtag – das Verhältnis des Working Capitals (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zum Umsatz – von 11,9 % im Vorjahr auf 12,8 % angestiegen. Auch die durchschnittliche Working-Capital-Quote – das Verhältnis des Working Capitals als Durchschnitt der vier Quartalsstichtage zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate – hat sich im Vergleich zum Vorjahr schlechter entwickelt. Nach 12,0 % im Vorjahr betrug sie im Berichtsjahr 13,3 %. Unsere Erwartungshaltung zu Beginn des Jahres konnten wir allerdings leicht übertreffen; diese lag bei 14,0 %. Der Anstieg stand im Zusammenhang mit dem Wechsel der Emissionsstufe in Europa und in den USA.

DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Grafik: DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Nicht bilanzierte immaterielle Werte von DEUTZ

Neben den bilanzierten Vermögenswerten verfügt DEUTZ über weitere, nicht bilanzierte Werte: So steht die Marke DEUTZ für hohe technologische Ansprüche, Qualität und Verlässlichkeit und ist bereits seit über 150 Jahren eine feste Größe in der Welt der Gerätehersteller und Gerätebetreiber. Zudem verfügt DEUTZ über werthaltige langjährige Kundenbeziehungen; insbesondere mit unseren Hauptkunden bestehen langfristige Kooperationsverträge.

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2014 511,0 Mio. € (31. Dezember 2013: 504,7 Mio. €). Entscheidend für den Anstieg in Höhe von 6,3 Mio. € waren das Konzernergebnis des Berichtsjahres sowie positive Effekte aus der Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen unserer Tochtergesellschaften. Dem gegenüber standen Belastungen aus gesunkenen Abzinsungssätzen bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 44,5 % (31. Dezember 2013: 45,0 %) und entsprach damit dem zu Jahresbeginn genannten Zielbereich von > 40,0 %.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden sind zum 31. Dezember 2014 auf 322,7 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2013: 292,5 Mio. €). Der Anstieg in Höhe von 30,2 Mio. € ist hauptsächlich auf höhere Pensionsrückstellungen infolge gesunkener Abzinsungssätze, außerplanmäßig gestiegene Rückstellungen für Gewährleistungskosten sowie die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit den beschlossenen Standortoptimierungen zurückzuführen. Rückläufige Finanzschulden haben den Effekt teilweise kompensiert. In den kommenden Monaten fällige Tilgungsraten wurden aus dem langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden sind dagegen um 8,3 Mio. € auf 315,5 Mio. € zurückgegangen (31. Dezember 2013: 323,8 Mio. €). Entscheidend für den Rückgang waren stark gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stand der außerplanmäßige Anstieg bei den Rückstellungen für Gewährleistungskosten.

Die Bilanzsumme lag zum Jahresende bei 1.149,2 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag beträgt der Anstieg 28,2 Mio. € (31. Dezember 2013: 1.121,0 Mio. €).